Meine Blauzahn-Schlauwürfel

Nachdem ich gestern eine große Vergleichstabelle mit den technischen Eigenschaften meiner 5 Smartcubes veröffentlicht habe, zeige ich sie nun noch einmal einzeln hier in diesem Artikel der Blog-Kategorie Sammlung Roland. Diesmal mit der jeweiligen Stromversorgung.

Mein erster Smartcube in der Sammlung (3S030) ist der Giiker SuperCube i3 des Elektronik-Herstellers Xiaomi, den ich 2018 oder 2019 gekauft habe. Geladen wird er über einen Ladebügel mit USB-Buchse, der ähnlich wie ein Kopfhörer aussieht. Die Center-Sticker der blauen und grünen Seite haben jeweils ein kleines Loch für den Lade-Pin.

Eigentlich finde ich dieses Ladesystem das Beste. Es ist handlich, cool und idiotensicher. Man sieht sofort, auf welche Seiten der „Kopfhörer“ aufgesetzt werden muss, und die Richtung ist egal. Nicht jeder Hersteller bekommt es hin, sein Ladesystem verpolungssicher zu gestalten, wie wir noch sehen werden.

Beim Drehen des Giiker klappern die Magneten wie eine Schreibmaschine. Deshalb gibt es auch eine nicht-elektronische Version davon. Wer sich unbeliebt machen möchte, verwendet die bei Blindsolving-Wettbewerben. 😉

Die orange Seite habe ich übrigens neu gestickert, weil er anfangs ein grässliches Rosa dort trug. Bei den späteren Modellen hat Giiker das geändert. Weitere technische Details könnt Ihr der oben verlinkten Vergleichs-Tabelle entnehmen.

Auch mein zweiter Smartcube kam mit Stickern, weil es keine stickerlose Version gibt. Der Rubik’s Connected (3S042), der von GoCube in Lizenz für Rubik’s gefertigt wird.

Auch bei ihm ist das USB-Ladesystem klein und handlich. Es setzt auf den gelben Centerstein auf und klemmt sich dort fest. Wie man auf dem Bild, das Ihr schon von dem Vergleichs-Artikel kennt, sehen kann, hat der gelbe Centersticker dafür eine auffällige kreuzförmige Aussparung. Auch dieses Ladesystem ist verpolungssicher.

Auch wenn der Rubik’s Connected sich noch nicht komplett wie ein normaler (analoger) Speedcube anfühlt, kann man ihn schon recht schnell drehen, wenn man es kann. Max Park hat heute auf Instagram eine Sub-3 Sekunden mit diesem Cube gezeigt. 35 Drehungen in 2,8 Sekunden. 12,5 TPS auf dem Ding, echt krass! Ich bin froh, wenn ich damit Sub-30 schaffe. 🙂

Der dritte Smartcube in meiner Sammlung trägt intern die Nummer 3S046 und ist der Gan356 i2. Sein Akku wird über eine USB-Ladeschale geladen, in der 4 recht lange Pins nach oben ragen, um in die Lücken rund um den gelben Centerstein einzudringen. Wenn man weiß, dass man Weiß nach oben halten muss, ist auch dieses Ladesystem verpolungssicher.

Der Gan i2 fühlt sich an wie ein richtiger Speedcube. Im Gegensatz zu den beiden vorigen Modellen vergisst man fast, dass man keinen normalen Cube in der Hand hat.

Wie in der Vergleichs-Tabelle ersichtlich, hat der i2 einen Lagesensor, also ein Gyroskop, das auch die Rotations und Wackelbewegungen des Cubes fleißig an die App überträgt. Ein toller Cube, wären da nicht die häufigen Synchronisationsfehler, über die ich mich bei meinem Exemplar in letzter Zeit ärgern muss. Aber vielleicht ist mein chinesischer Händler ja kulant, ich muss wohl mal nach Ersatz fragen.

Demnächst kommt übrigens der Gan356 i3 heraus, Gan hat ihn schon sehr üppig bebildert vorgestellt. Das Gewicht steigt dann wieder von 76 auf 88 Gramm. Ich bin gespannt auf die Reviews, die es sicher schon bald auf Youtube geben wird.

Mein vierter Smartcube ist der Gan356 i Carry (3S048). Der Einzige in meiner Sammlung, der nicht mit einem aufladbaren Akku betrieben wird, sondern mit einer auswechselbaren Knopfzelle. Die hält aber 280 Stunden, was für etliche Monate reichen sollte. Auf dem Foto („Symbolbild“) sieht man zwar eine Knopfzelle, aber es ist nicht genau der richtige Typ. Benötigt wird eine CR1632, aber die hab ich noch nicht vorrätig.

Ich finde das Konzept mit Knopfzelle eigentlich ganz praktisch. So muss man nicht alle paar Tage nachladen, sondern das Ding kann einfach wochenlang im Rucksack mit zur Arbeit reisen. Mal schauen, ob ich es nach dem Batteriewechsel noch immer praktisch finde…

Der i Carry hat übrigens keinen Lagesensor. Vielleicht, weil dieser die Knopfzelle zu schnell leer saugen würde? 280 Stunden, das klingt überzeugend, aber wenn da z.B. nur 90 Stunden angegeben wären?

Die beiden Gan Smartcubes kann man gut auseinanderhalten, wenn man auf die interne Plastikfarbe schaut. Der i2 ist innen schwarz, wie man rund um die Centersteine sehr gut sieht. Der i Carry hat „Primary Internals“, also nicht eingefärbter Kunststoff.

Mein neuester Zugang in der Sammlung von Blauzahn-Schlauwürfeln (Bluetooth Smartcubes) ist der MoYu WeiLong Ai. Er dreht sich tatsächlich noch ein bisschen besser als die beiden Gans.

Über das Ladesystem habe ich ja schon im Artikel mit der Vergleichs-Tabelle geschimpft. Eine mehrfache Zumutung, beispielsweise nicht einmal verpolungssicher.

Auch die App ist erst halb fertig. Manches funktioniert noch gar nicht, Anderes ist noch nicht von chinesisch auf englisch übersetzt.

Sehr genial finde ich allerdings den Trainings-Modus in der App. Man kann F2L, OLL und PLL trainieren, indem man auf dem Bildschirm den entsprechenden Fall löst. Der Cube wird dabei irgendwie verdreht; man achtet nur auf die Bildschirm-Darstellung. Dank Lagesensor kann man aber dennoch hinter bzw. unter den Cube schauen, wenn man das nötig findet. So kann man trainieren, ohne die halbe Zeit zu scramblen. Einen Screenshot hab ich ja schon gezeigt.

Das also sind meine derzeitigen 5 Smartcubes. Ich freue mich sehr, dass sich dieser Bereich des Cubings weiterentwickelt, und dass nun auch MoYu hier aktiv ist. Jetzt fehlt eigentlich noch QiYi und YongJun. Mal sehen, was noch kommt. 🙂

1 Kommentar zu „Meine Blauzahn-Schlauwürfel“

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