Welcher Bluetooth-Cube ist der Beste?

Inzwischen habe ich doch einige 3×3-Smartcubes in meiner Sammlung. Und so wird es Zeit für eine persönliche Rangliste und für eine tabellarische Übersicht, in der die Unterschiede deutlich werden:

Giiker SupercubeRubik’s ConnectedGan356 i2Gan356 i CarryMoYu WeiLong Ai
Software
Original-AppSupercube
+
Rubik’s Connected
+
CubeStation
Ø
CubeStation
Ø
Magic Hearts
Ø
• Sessions/Gruppen++
• WCA-Inspection (15sek)++++
• F2L-TrainerØØ+
• OLL-TrainerØØ+
• PLL-TrainerØØ+
• OLL/PLL-StatistikØ
(mit Hakatashi-Timer)
• Battles und Rankings+++ ++ +Ø
• Games+ (6 Stück)+ (5 Stück)
Cubeast-Unterstützung++Ø+Ø
Hardware
DrehverhaltenØØ+++ +
Stromversorgung/Ladesystem+ ++++ + (Knopfzelle)
Akkulaufzeit/Batterie++Ø+Ø
Lagesensor++
Synchronisation (keine DeSyncs)+++
Erweiterbarkeit
(Timer in Cubeast)

(Timer in Cubeast)
+
BT-Timer, Robot
+
BT-Timer, Robot

(Timer in Cubeast)

Gerne könnt Ihr mir in den Kommentaren Eure Erfahrungen schildern, um diese Übersicht zu erweitern. Jetzt ergänze ich die Tabelle noch um einige Anmerkungen:

Giiker
Supercube i3
Rubik’s
Connected
Gan356 i2
Gan356 i Carry
MoYu
WeiLong Ai

Modelle

Bisher sind nur Bluetooth-Smartcubes in der Tabelle, die ich selbst besitze. Aber das könnt Ihr ja durch Eure Ergänzungen ggf. ändern. 🙂

Den Giiker Supercube des Elektronik-Herstellers Xiaomi habe ich am längsten. Inzwischen gibt es den Supercube i3s, aber mein Modell ist der ältere Supercube i3. Giiker ist die einzige Marke, die auch einen Bluetooth-2×2 herstellt, aber den habe ich nicht. Man hört auch nicht viel Positives davon. In 3 ausführlichen Artikeln mit Videos auf freshcuber.de habe ich den Giiker mit der originalen Supercube-App, mit dem Hakatashi-Timer und mit dem Cubeast-Timer vorgestellt.

Der Rubik’s Connected ist in Zusammenarbeit mit GoCube entstanden. Diese beiden Cubes werden beim Red Bull Online World Cup verwendet. Auf freshcuber.de findet Ihr zwei Artikel zu diesem Smartcube: Rubik’s Connected (Smartcube und App) und Der Rubik’s Connected und der Cubeast Timer.

Vom Hersteller Gan gibt es eine ganze Menge verschiedener Smartcube-Modelle. Ich besitze den Gan356 i2 und den Gan356 i Carry. Inzwischen produziert Gan auch unter der Sub-Marke „Monster Go“ einen günstigen Smartcube, aber den habe ich nicht. Ein Gan i3 ist wohl angekündigt, aber mehr noch nicht. Auf freshcuber.de gibt es einen Artikel über den i2 in der Cubestation App, einen über den Gan i2 in Cubeast (mit Roux) und einen über den i2 mit dem Gan Robot.

Ganz neu im Smartcube-Markt ist der Cube-Hersteller MoYu mit seinem WeiLong Ai. Ein Cube mit großem Potential, aber dafür auch etwas hochpreisiger. Leider noch nicht auf freshcuber.de; ich gebe der erst halbfertigen App lieber noch etwas Zeit zu reifen.

Die Smartcubes Giiker i3s, Gan i2, i Carry, Monster Go Ai und MoYu Ai gibt es z.B. günstig bei ZiiCube, ebenso den Bluetooth Timer von Gan. Für Rubik’s bzw. GoCube müsst Ihr Euch eine andere Bezugsquelle suchen.

Original-App

Die Apps der Hersteller unterscheiden sich stark. Während die Apps von Giiker und Rubik’s von mir jeweils ein + (also eine gute Bewertung) erhalten, reicht es bei Gan Cubestation und bei der App von MoYu bisher nur für ein Ø, also eine durchschnittliche Bewertung. Wobei man sagen muss: Giiker und Rubik’s sind vergleichsweise einfach gehalten; sie richten sich eher an Anfänger. Aber sie sind m.E. übersichtlich und sauber programmiert – sie tun das, was man von ihnen erwartet.

Die Cubstation App von Gan hat den größten Funktionsumfang (sie unterstützt ja beispielsweise auch den Robot und den Bluetooth-Timer), aber an vielen Stellen ist sie unübersichtlich und findet optische Spielereien wichtiger als gute Erkennbarkeit z.B. von Gelb und Weiß. Momentan möchte sie ein Update vorbei am Play Store installieren, und wenn man das ablehnt, fliegt man komplett raus. Ich kann nur hoffen, dass die neue Version bald auch offiziell im Play Store enthalten ist.

Die MoYu App (heißt die wirklich „Magic Hearts“? Sie erscheint auf meinem Screen mit chinesischen Zeichen) steht noch ganz am Anfang. Sie ist (bisher?) überhaupt nicht über den Play Store installierbar, sondern nur als externe .apk. Man muss also externe Apk-Dateien zulassen, was ja bekanntlich ein Sicherheitsrisiko ist. Hinzu kommt, dass einige Funktionen noch nicht gescheit funktionieren oder zumindest noch nicht von Chinesisch auf Englisch übersetzt wurden. Eigentlich würde ich der MoYu App derzeit ein Minus verpassen, aber sie hat Potential, und darum will ich sie nicht gleich in ihren ersten Wochen abwerten.

Sessions/Gruppen

Im Twisty Timer heißen sie Kategorien, in anderen Timer-Apps und -Webseiten Sessions, in Cubestation Groups. Es geht darum, dass man nicht alle seine Solves in der gleichen Statistik hat, sondern dass man jeweils eine eigene Session zum Beispiel für One-Handed, für normales Cubing, für Blind, Feet, etc. anlegen kann. Denn sonst macht eine statistische Auswertung ja keinen Sinn.

In der Giiker Supercube App und auch in der Rubik’s Connected App habe ich diese Funktion nicht gefunden. Ebenfalls nicht in der noch nagelneuen MoYu App. Daher Minus bis zum Beweis des Gegenteils.

WCA-Inspection (15 Sekunden)

Eigentlich sollte man annehmen, dass sich die Apps bemühen, die WCA-Regeln so gut wie möglich zu implementieren. Abgesehen von Timer-Starts und -Stopps natürlich, die durch den Cube selbst erfolgen. Aber so Dinge wie 15 Sekunden Inspection Time vor dem Solve sollten auch die Apps bieten. Ist aber nicht überall der Fall.

Die MoYu App jedenfalls sagt bisher nach dem Scrambling lediglich „Turn the cube to start timing“. Man hat also unendlich Inspection Time. Man könnte den Scramble in Cube Explorer eingeben und sich die optimale Lösung anzeigen lassen, diese dann 100mal üben, und schon hätte man eine neue Bestzeit. Aber wozu? 😉

Trainer für F2L, OLL und PLL

Gan Cubestation bietet die Möglichkeit, Startpunkt und Endpunkt eines Solves festzulegen (am besten jeweils in einer eigenen Gruppe, sonst versaut man sich mit diesen Versuchen die Statistik). Man kann also F2L trainieren, wenn man als Start auswählt, dass der Scramble „Cross solved“ sein soll und das Ziel „F2L finished“. Ebenso für OLL von „F2L finished“ bis „OLL finished“. Und für PLL von „OLL finished“ bis „Cube solved“. Dennoch muss man natürlich jedes Mal von Hand scramblen. Im Prinzip kann Cubestation daher nicht wirklich viel mehr als zum Beispiel der herkömmliche OLL- bzw. PLL-Trainer im Twisty Timer. Somit gibt es ein Ø; immerhin ist die Funktion ja nutzbar, wenn auch mit ständigem Scramblen.

Intelligenter macht es die MoYu App. Dort löst man den jeweiligen Fall (F2L, OLL oder PLL) auf dem Bildschirm. Egal, wie der Cube dabei verdreht wird. So braucht man während der Trainingseinheit nicht scramblen, sondern bekommt den entsprechenden Fall auf dem Screen angezeigt und löst ihn dort. Danach 3 Sekunden Pause und der nächste Fall. Das ist mir eine Plus-Wertung wert. Durch den Lagesensor (Gyroskop) im Cube sieht man auch Cube Rotations auf dem Bildschirm.

Nahezu perfekt, finde ich. Wenn man jetzt noch auswählen könnte, welche OLL- bzw. PLL-Cases man gerade üben möchte, gäbe es sogar eine + + Wertung. So macht es nämlich Twisty Timer, wie ihr im zweiten Bild meines rechts gezeigten Instagram Posts sehen könnt.

OLL/PLL-Statistik

Dies ist ein Feature, das der legendäre und uralte Hakatashi-Timer (der ja eigentlich nur ne Machbarkeitsstudie sein wollte), schon konnte, aber das bisher von den Apps nicht umgesetzt wurde. Dabei ist es doch genial, wenn man in einer Statistik zum Beispiel sehen kann, dass der E-Perm immer 3mal so lange dauert wie der T-Perm. Dann weiß man, was man üben sollte…

Weil die Hersteller-Apps das allesamt nicht unterstützen, müsste es eigentlich überall ein Minus geben. Aber immerhin geht es ja mit dem Giiker und Hakatashi, deshalb gebe ich da mal wohlwollend ein Ø.

Battles und Rankings

Vorteil von SmartCubes ist ja auch, dass man online in Wettbewerb mit anderen Cubern gehen kann.

Bei Giiker muss ich nochmal schauen, wie das mittlerweile klappt. Bei Rubiks gibt es Battles in Gruppen mit schicken Städtenamen (Tokio, Denver, Moskau, Lissabon, Helsinki. Ach nee, sorry, jetzt bin ich bei Haus des Geldes). Das gibt ein Plus.

Gan holt sich allerdings ein Doppel-Plus, weil sie sowohl einen Battle-Modus mit ähnlich starken Spielern haben als auch eine Ranking-Challenge, wo man sich eine weltweite Platzierung ercuben kann. Das wirkt für mich ausgereifter und macht mehr Spaß als bei Rubik’s finde ich.

Moyu hat zwar einen „Standard Mode“ und einen „Rank Mode“ in der App, aber bisher sehe ich da keine Unterschiede (abgesehen von getrennt geführter Statistik). Und ich hab auch noch nie einen „echten Gegner“ gehabt, sondern immer gegen den gleichen Bot gekämpft. Immerhin heißt das chinesische Wort irgendwas mit Robot und sie versuchen nicht (wie Gan), ihre Bots als echte Spieler auszugeben. Für mehr als ein Ø reicht es momentan aber noch nicht bei MoYu.

Games

Die Giiker Supercube App hat derzeit 6 Spiele an Bord: Cube Escape, Cube Rush, Color Memory, Pixel Puzzle, Cube Crush, Cube Miner. Darüber hinaus kann man sich zeigen lassen, wie man bestimmte Muster in den Cube dreht.

In der App Rubik’s Connected sind derzeit 4 Spiele zu finden: Cubeysizer, Paint It, Simon und Cube Hero. Das Spiel „Muster“ steht auf Coming Soon (ich glaub, schon länger).

Cubeast-Unterstützung

Die geniale WebApp https://app.cubeast.com unterstützt alle bekannten Bluetooth-SmartCubes, und so kann man mit seinem Smartcube auch dann viel Spaß haben, wenn einem die Hersteller-App nicht gefällt. Wettbewerbe (Battles) gibt es dort allerdings bisher nicht.

Obwohl die App alle 5 genannten Smartcubes unterstützt habe ich dennoch beim Gan i2 und beim MoYu Ai nur eine mittelmäßige Bewertung Ø gegeben, weil Cubeast den in diesen Cubes eingebauten Lagesensor (Gyroskop) nicht unterstützt. In den Hersteller-Apps können diese beiden Cubes also mehr als in Cubeast, weil Cubeast dieses Extra nicht unterstützt.

Drehverhalten

Nach den Apps kommen wir nun zur Hardware. Eine der wichtigsten Fragen ist vermutlich: Wie gut dreht sich der Cube? Und da muss man m.E. dem Giiker und dem Rubik’s Connected nur eine mittlere Bewertung geben. Sie fühlen sich relativ schwer an. Der Giiker klappert laut mit den Magneten. Man kann die beiden Cubes schon speedcuben, aber man merkt doch, dass es keine „richtigen Speedcubes“ sind. Daher jeweils ein Ø für beide Cubes. So lange Ihr die anderen Smartcubes nicht kennt, werdet Ihr aber auch mit dem Giiker oder dem Rubik’s Spaß haben.

Die beiden Modelle von Gan fühlen sich jedenfalls viel mehr nach echtem Speedcube an. Daher jeweils ein Plus. Dass es noch besser geht, hätte ich eigentlich nicht gedacht, aber ich muss nach einigen Tagen auf dem MoYu zugeben, dass er sich noch ein Quentchen besser dreht. Daher bekommt der Moyu Ai sogar ein Doppel-Plus für sein ausgezeichnetes Drehverhalten.

Stromversorgung und Ladesystem

Einer der deutlichsten Unterschiede steckt in dieser Zeile. Die Giiker-Cubes laden über einen Bügel, der wie ein Kopfhörer aussieht. Das sieht witzig aus, ist platzsparend, funktioniert super und ist idiotensicher, weil es keine Verpolung gibt und nur die beiden Center blau und grün ein kleines Ladeloch haben. Daher holt sich Giiker ein + + für das Ladesystem.

Das Ladekabel des Rubiks Connected ist auch platzsparend. Es wird nur am gelben Center geladen, weshalb dieser eine große kreuzförmige Aussparung hat, was ich nicht besonders schön finde. Aber das Laden funktioniert damit gut, und man sieht sofort, wo das Kabel angesetzt werden soll. Also eine gute Bewertung für Rubik’s.

Der Gan i2 hat eine Ladeschale, in die der Cube von oben eingesetzt wird. Vier Pins gleiten dabei in die Löcher an den Ecken des gelben Centersteins. Es muss weiß oben sein, weil die Ladekontakte im Cube auf der gelben Seite sind. Wenn man das weiß, gibt es keine weiteren Verpolungs- oder sonstige Tücken. Alles in allem: +

Dem Gan i Carry gebe ich eine + + Bewertung. Er hat keinen aufladbaren Akku, sondern eine CR1632 Knopfzelle, die für etwa 280 Stunden Betrieb sorgt. In einem kurzen Video zeigt Gan, wie die Knopfzelle gewechselt wird. Hab ich noch nicht machen müssen. Vermutlich ändere ich danach die Bewertung von + + auf Ø, wer weiß. 😉 Im Alltag finde ich es allerdings sehr praktisch, dass man sich monatelang keine Gedanken um den Ladezustand machen muss.

Eine Minus-Bewertung vergebe ich beim Ladesystem allerdings an MoYu, und zwar aus mehreren Gründen:

  • Der MoYu Ai hat Löcher in allen 6 Centern, aber nur über Gelb und Weiß kann geladen werden. Irreführend.
  • Die Ladeschale hat keine Kennzeichnung der Polarität, aber im Gegensatz zu den anderen genannten SmartCubes gibt es hier keinen Verpolungsschutz, der Würfel muss also immer in der gleichen Richtung eingesetzt werden. In der Anleitung sieht man es: Wenn der USB-Anschluss vorne ist, muss weiß nach links. Aber wer hat immer die Anleitung vorliegen? Also habe ich mir Lackstifte genommen und die beiden Laschen bemalt. Nicht schön, aber praktisch. Warum Moyu die nicht gleich aus gelbem und weißem Kunststoff fertigt, weiß ich nicht. Sähe sogar besser aus…
  • Das System mit grün und rot leuchtenden LEDs ist auch nicht wirklich intuitiv.
  • Soll man beim Laden die durchsichtige Kunststoff-Abdeckung aufsetzen (falls der Akku explodiert) oder ablassen (damit der Cube nicht überhitzt)? Man weiß es nicht…
  • Auf der Unterseite ist ein winziger Schalter mit den Positionen D und C. Das C steht wohl für Charge, und das D vielleicht für Death oder für Defibrillator, wer weiß. Jedenfalls wird dort mit Überspannung ein Akku im Tiefschlaf, der nicht mehr auf den normalen Ladestrom reagiert, wiederbelebt. Verwechslungsgefahr! Ich kenne kein anderes USB-Gerät, wo dieses Toter-Akku-Problem so gelöst wird. Hoffentlich schaltet niemand das heimlich um, sonst röste ich meinen Akku stundenlang am Defi…

Hinzu kommt, dass ich die D-Stellung nach dem ersten Laden tatsächlich schon gebraucht habe. Der Cube hatte wohl in der Nacht die volle Ladung erreicht und war aber einige weitere Stunden voll geladen in der Ladeschale. Danach wollte er am Morgen nicht aufwachen. Die letzten beiden Ladevorgänge hat er die volle Ladung über Nacht noch gar nicht erreicht (!) und war daher am nächsten Morgen immerhin nicht im Koma, wenn auch erst bei ca. 80%. Mal sehen, ob man öfters den Defi braucht, wenn man den Cube nicht gleich nach der Volladung aus der Schale entfernt.

Akkulaufzeit / Batterie

Hier zeigt sich das gleiche Bild wie schon in der Zeile „Cubeast-Unterstützung“: Die beiden Cubes mit Lagesensor (der ja nicht von Cubeast unterstützt wird) sind deutlich früher leer. Offenbar verbrauchen die Gyroskope doch mehr Strom, beziehungsweise werden ja auch deutlich mehr Daten über Bluetooth übertragen.

Lagesensor (Gyroskop)

Nochmal das Gleiche Thema. Der Gan i2 und der brandneue MoYu Ai übertragen außer den Drehungen am Cube auch Rotationen des gesamten Cubes. Daher bekommen dieses beiden Cubes hier ein Plus.

Beim Gan halte ich den Lagesensor für derzeit entbehrlich (weshalb ich guten Gewissens den i Carry empfehlen würde), aber die MoYu App zeigt mit ihren Trainings-Modes (siehe oben), dass dieses Feature schon sehr sinnvoll eingesetzt werden kann.

Synchronisation (keine Desyncs)

Dies ist wohl das wichtigste Kriterium: Die Frage, ob der Cube stabil und zuverlässig an die App meldet, welche Drehungen gemacht wurden, oder ob es zu De-Syncrhonisation kommt. Also, ob Drehungen übersehen oder falsch interpretiert wurden. Das ist sehr frustriend, wenn es häufiger passiert, dass man den Cube zwar gelöst hat, aber auf dem Bildschirm ist noch Chaos und der Timer läuft weiter.

Natürlich habe ich keine aufwändige Testreihe mit hunderten Cubes gemacht, sondern kann nur über meine 5 Exemplare berichten. Und da muss ich leider sagen, dass nicht nur der uralte Giiker (erste Version) schon bald häufig Probleme gemacht hat, sondern auch der Gan i2 macht momentan ständig Synchronisationsfehler. Anfangs lief der Gan i2 allerdings stabil, wie Ihr ja auch in den Videos sehen könnt. Momentan gehen ca. 30-50% aller Versuche nicht gut aus. Sehr schade, denn eigentlich mag ich den Cube. Vielleicht sollte ich doch mal an ZiiCube schreiben; vielleicht ersetzen sie ihn ja demnächst durch einen i3…

Der Rubik’s Connected hat, wenn ich mich recht erinnere, noch nie einen Desync gehabt, und auch der Gan i Carry und der neue MoYu Ai laufen derzeit bei mir stabil.

Erweiterbarkeit

In dieser Zeile holen sich die Gan Smartcubes ein dickes Plus, denn außer den ganzen SmartCube-Modellen hat Gan auch noch den Gan Robot und den Gan Bluetooth Timer herausgebracht. Ein ganzes System von smarten Devices, die da in der Cubestation zusammenkommen. Somit holt sich Gan hier den Sieg.

In Cubeast kann man allerdings auch Solves mit den anderen Smartcubes machen, die man mit dem Gan Timer startet und stoppt. Daher habe ich unter dem Minus jeweils den Hinweis „(Timer in Cubeast)“ ergänzt.

Fazit

Soweit meine persönliche Bewertung meiner derzeit 5 SmartCubes und ihrer Android-Apps.

Mein Fazit: Preistipp ist derzeit wohl der Gan i Carry. Wer aber auf Gyroskop und perfekte Performance wert legt, und wen eine halb-chinesische App mit manueller Installation nicht stört, oder wer einfach sehr cool OLL und PLL trainieren will, und dafür auch bereit ist, etwa das Doppelte zu zahlen, wird wohl eher zum MoYu Ai greifen.

Aber vielleicht sind Euch ja andere Kriterien wichtiger. Lasst es mich gerne wissen. Wir können nicht nur neue Spalten ergänzen, sondern auch neue Zeilen. 🙂

PS (11.09.2021): Es gibt jetzt auch einen Artikel über diese 5 Cubes in der Kategorie Sammlung Roland. Dort sieht man die Cubes mit den jeweiligen Ladesystemen. Ich hab die 5 Fotos weiter oben schon ergänzt. In dem Artikel findet Ihr auch einen Link zum Gan356 i3, den Gan ausführlich vorgestellt hat.

1 Kommentar zu „Welcher Bluetooth-Cube ist der Beste?“

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