QiYi Warrior W mit japanischem Farbschema

Über das Japanische Farbschema habe ich ja schon im Cubing-ABC geschrieben, und auch meinen historischen Rubik’s mit dieser Farbanordnung, bei der Blau und Gelb vertauscht sind, habe ich ja schon gezeigt. Eigentlich braucht dieses Farbschema kein Mensch. Nichts daran ist praktischer oder schöner, oder? Aber aus Gründen, die ich selber nicht verstehe, wollte ich dennoch einen schnell drehbaren „japanischen“ Cube haben. Und so habe ich mir einen QiYi Warrior W entsprechend umgebaut.

Der Warriror W ist ein Budget Cube für etwa 1 Euro (+ Versand), der sich ganz ordentlich dreht, wenn auch ohne Magneten. Ihn habe ich früher öfters mitbestellt, um Cubes für Anfänger dazuhaben, die ich je nach Situation verschenkt oder für 1-2 Euro weitergegeben habe. Dann allerdings bekam ich die beiden großen Pakete von Cubikon mit insgesamt 240 Anfänger-Würfeln (120 davon für mein Kleiner-Prinz-Mosaik). Und so habe ich schon lange keine Warrior W mehr geordert.

Tipp: Inzwischen gibt es auch den nochmal leicht verbesserten Nachfolger QiYi Warrior S, und auch von MoYu gibt es den MeiLong 3C, der in der gleichen Liga spielt und auch ähnlich günstig ist. Beide sind ebenfalls stickerless und auch gut für solche Umbauten geeignet. Wer günstige schwarze Cubes mit Stickern sucht, weil das „klassischer“ wirkt und z.B. bei Mosaiken wohl auch schicker aussieht, dem sei zum Beispiel der YJ GuanLong 3 empfohlen.

Doch zurück zu dem oben gezeigten umgebauten Warrior W, der in meiner Sammlung die Nummer 3C002 trägt, also der zweite Cube in der Kategorie 3×3-Farbvarianten ist. Damit man auf dem Foto alle Farben sieht, habe ich das klassiche Schachbrettmuster (M2 E2 S2) hineingedreht. Sieht ungewöhnlich aus. Gut kann man erkennen, dass lediglich Blau und Gelb getauscht sind. Cuber, die dieses Farbschema verwenden, beginnen (sofern sie nicht „color neutral“ sind) gewöhnlich mit Blau (also nicht mit dem weißen Kreuz, sondern mit dem blauen). Das hat den Vorteil, dass man am Ende das besonders auffällige Weiß auf der Oberseite hat. Wer gewöhnlich das „Western Color Scheme“ verwendet, braucht wohl einige Solves zum Umgewöhnen, aber nach dem (blauen) Kreuz ist es eigentlich nicht mehr schwierig.

Also: Falls Ihr es mal ausprobieren möchtet: Ein solcher Cube kostet fast nix, der Umbau macht Spaß und ein paar Solves damit auch. Aber Euer neuer Main wird ein Cube mit diesem Farbschema vermutlich nicht werden.

1 Kommentar zu „QiYi Warrior W mit japanischem Farbschema“

  1. Wenn man in Bayern lebt, sieht das Schachbrettmuster gar nicht ungewohnt aus 😉
    Das mit den dreiteiligen Ecken und zweiteiligen Kanten ist wirklich ein pfiffiges Konstruktionsprinzip. Ich finde es nach dem Zusammenbauen aber schwierig, wieder die richtige Federspannung zu finden, obwohl nur ein Center betroffen ist. Und am Ende drehe ich doch wieder an allen Schrauben rum.

    Wie wäre es mal mit einem Schachbrett-Tutorial? Das ist ein einfacher Weg, das Farbschema samt aller verwendeten Farben auf einen Blick zu zeigen.
    Ich finde die „Musterlösung“ für Würfel gerader Ordnung sehr originell. Denn wer schon mal an einem solchen Würfel das klassische Schachbrett versucht hat, weiß dass man daran verzweifeln kann.
    Es gibt ein „Ringsum-Schachmuster“ für 2x2x2, und ein Schachmuster mit „Mittelstreifen“ für Würfel höhrer gerader Ordnung. Beide kann man dann kombinieren, wie in meinem Foto des 4x4x4.

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