Skewbs für alte Männer (nicht nur)

Die sechste Kategorie meiner Sammlung heißt SW, was für „Sonstige WCA“ steht. Die Standard-3×3-Cubes und die Cubes von 2×2 bis 7×7 sind ja schon in früheren Kategorien gelandet. Nun fehlt noch ein Platz für Clock, Skewb, Pyraminx, Megaminx, etc. Also alle Puzzles, die bei offiziellen WCA-Competitions gedreht werden. Ich fang diese Kategorie mal mit Skewb an.

Als Senior-Cuber hatte ich mit wirklich würfelförmigen Skewbs etwas meine Probleme. Für mich muss sich ein Speedcubing-Puzzle griffig anfühlen und nicht gefühlt ständig aus den Fingern flutschen wollen. Zwar habe ich (noch?) keine Schwierigkeiten, den Suppenlöffel beim Essen festzuhalten 😉 aber beim Skewb macht man schon seltsam schräge Drehungen immer mit der Hälfte des Würfels. Daher war ich froh, als es dann irgendwann den Wingy Skewb gab; zu dem komme ich im zweiten Teil des Artikels.

Mein Main Skewb und die altersgerechte Empfehlung aus dem Sanitätshaus Stein 😉 ist der MoYu AoYan Skewb M (Nr. SW001 in meiner Sammlung). Wenn man ihn auspackt, sieht er normal würfelförmig aus. Aber beigefügt sind zum Austauschen die rechts zu sehenden Centerkappen mit Mulde. Mit denen komme ich deutlich besser zurecht. Würde mich interessieren, ob andere Ü50-Cuber den Eindruck teilen.

Vor dem AoYan Skewb hatte ich den X-Man Wingy magnetic Skewb (SW011) als Main, und auch jetzt kann ich mich nicht immer entscheiden, welcher mir besser gefällt. Meist zwar der AoYan, aber auch der Wingy ist ein toller Skewb. Nur ob die Idee mit den grünen Innenteilen die schönste war, naja…

Der Wingy erhöht die Griffigkeit durch seine konkave Form, die die Ecken etwas spitzer macht. Gegenüber einem würfelförmigen Skewb empfinde ich das schon als Fortschritt, aber die Mulden beim AoYan gefallen mir noch etwas besser, weil dadurch die Center selbst eine spürbare Kante haben, die sie griffiger macht.

Für Skewb gibt es in diesem Blog eine echte Expertin, nämlich Annika (Youtube: HugaCuba). Mit ihrem Beginner-Tutorial habe ich den Skewb zu lösen gelernt. Vor gut 2 Jahren hatte ich sie auch schon als Gast im Freshcuber-Podcast, Folge 6. Während ich bei Skewb noch immer so um die 20 Sekunden herumkrebse, ist Annika da deutlich flotter. Sie ist national unter den Top 10, mit einer Average-PB von derzeit 4,03 Sekunden. Also bitte volle Aufmerksamkeit, wenn sie uns vielleicht demnächst hier ihre Tipps verrät. 🙂

Skewb ist nach wie vor nicht mein Lieblings-WCApuzzle, aber mit diesen beiden Exemplaren komme ich immerhin einigermaßen gut zurecht. Meine Sledgehammers sehen aber noch immer krüppelig aus und sind nur Schneckentempo gegenüber den Sledges und Hedges von Annika. Und dabei braucht sie weder Mulden noch Wings, sondern nimmt einfach einen würfelförmigen Skewb. Jaja, diese jungen Leute heutzutage…

PS (12.10.2021): Auch wenn ich den Slege noch immer nicht gut kann (vom Hedge gar nicht zu reden), habe ich nun doch in meinem Blog freshcuber.de einen Artikel zum Lösen des Skewb veröffentlicht, der sich zwar an Annikas Videos abarbeitet, aber die Algorithmen darin immerhin übersichtlich zusammenschreibt: https://freshcuber.de/skewb-beginner-intermediate/

7 Kommentare zu „Skewbs für alte Männer (nicht nur)“

  1. Wie es aussieht, gibt es nicht so viele gute Alternativen? Wegen dem Container-Puzzle musste ich mich letztendlich mit dem Skewb vertraut machen. Somit habe ich „in der Neuzeit“ (2019) mit einem YuXin Little Magic mit Federkugeln angefangen. Danach war mein Weg gleich: Erst den Wingy Skewb (da finde ich die Magnete recht stark), dann den MoYu mit den Mulden-Centerkappen (da fällt mir spontan ein Wortspiel auf: Muldenkapper). Letzterer dreht sich meinem Gefühl nach am angenehmsten.
    Auch mir (50+, kräftige Hände, leichte Tendenz zu Grobmotorik) flutschen normale Skewbs schnell aus den Fingern, woran es im Detail liegt? Leichtgängigkeit spielt da eine große Rolle, bei dem vielbespielten trockenen YuXin passiert das nicht so leicht.
    Der Skewb-Mechanismus spielt eine wichtige Rolle bei den Drehpuzzles, deshalb sollte man ihn beherrschen. Ich bin da aber recht entspannt, weil ich nicht auf Geschwindigkeit achte – mir reicht ein Sub-1 in Minuten statt Sekunden. Immerhin kann ich die 4er-Folge auch nach hinten gespiegelt, spare mir also die 180° Rotation. Und für die Center kenne ich die beiden „Dödel-Algorithmen“ zum Tauschen L-R/F-D und R-D/F-L oder L-D/F-R. Um den FUR-Fall wollte ich mich auch mal kümmern, bin aber zu faul dazu.

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  2. Nicht nur Ü50. Mein Sohnemann hat auch die Mulden verbaut und der ist noch über 30 Jahre von den 50 weg. Ist bei Comps allerdings auf XMD umgestiegen. Aber der Moyu hat hier nach wie vor die Muldenteile montiert.

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